Einfachheit statt Lötkolben: Ausblick auf das Blogger Camp im November #bc

Ich sag mal

Vielleicht ist die rein technikgetriebene Politik vieler Firmen eine der Hauptursachen für die Innovationsmisere in Deutschland. Warum hat Apple einen so großartigen Erfolg?

„Weil Steve Jobs von Anfang an Produkte auf den Markt brachte, die den Prinzipien der radikalen Vereinfachung entsprechen. Hier liegt auch die Ursache für den Streit mit den Computerfreaks und Ingenieuren, die sich fernab des Marktes einseitig für ihre technischen Obsessionen interessieren“, so Peter B. Záboji Präsident der European Entrepeneurship Foundation.„Wer so argumentiert, kann ja weiter an irgendwelchen Computern herum schrauben, den Lötkolben schwingen und nächtelang an neuen Programmen schreiben. Für den Massenmarkt taugt diese Geisteshaltung nicht“, weiß Záboji.

Andere Menschen seien froh, dass sich die Software und Hardware mittlerweile bedienen lassen, wie ein Kaffeeautomat – mit Ausnahme vielleicht von Kaffeevollautomaten😉. Geräte wie die Tablet-PCs seien ein Indiz für die technische Reife, die man mittlerweile in der Branche für Informationstechnologie und Telekommunikation erreicht hat. Man könne…

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Der Dilettantenstadl der Telekom und warum die Premieren-Tickets ein schlechter Witz sind

Man liest die Nachrichten der glücklichen iPhone 5 Besitzer überall, nur die Telekom enttäuscht mal wieder und wird dem riesigen Ansturm auf die neuste Gerätegeneration des iPhones nicht gerecht.
Ich habe das Premieren-Ticket für das iPhone 5 sofort bestellt, ohne etwas über das neue Gerät aus Cupertino zu wissen. Man möchte sich ja sicher sein, dass man das iPhone auch schnellstmöglich in den Händen hält. Nun vertröstet die Telekom seine Kunden auf unbestimmte Zeit, bei meiner Konfiguration (iPhone 5 in Schwarz mit 16 GB auf KW 42-43)

Da stellt sich mir die Frage: „Wieso um Gottes Willen bietet die Telekom diese Premierentickets überhaupt an, wenn man eine Lieferung am Premierentag damit nicht zugesichert bekommen?“. Es hätte eine Kontingentierung der Premieren-Tickets geben müssen, die die Anzahl der gelieferten iPhones von Apple im ersten Rutsch abdeckt. Mein Altvertrag mit dem iPhone 4, ebenfalls von der Telekom, ist am 18.09.2012 abgelaufen, jetzt noch gut einen Monat auf das neue iPhone warten zu müssen ohne Handyvertrag ist mir doch eindeutig zu lange.

Die Geschäftspolitik des magentafarbenen Telcos aus Bonn ist nicht Kundenfreundlich. Erstmal allen potentiellen Kunden die augenscheinliche Sicherheit vermitteln mit dem Premieren-Ticket auch am Releasetag des iPhone 5 (21.09.2012) ein solches Gerät in den Händen zu halten und dann die Kunden auf unbestimmte Zeit zu vertrösten. Meine Bestellung hängt nun schon seit dem 18.09.2012 18:00 auf dem Status „Ihre Bestellung befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.“. Die Geschäftspraxis erinnert an die von Gunnar Sohn beschriebene Vorgehensweise der Koberer auf der Reeperbahn.

Es werden die Kunden mit Versprechungen bei Laune gehalten um einen Vertrag abzuschließen und wenn man die Bindung eingeht heißt es erstmal warten. „Kommen Sie rein und gucken Sie sich um, ganz unverbindlich.“

Ich bin gespannt wie lange es noch dauern wird. Die Telekom scheint dem Ansturm jedenfalls nicht gewappnet zu sein, auch ein Tweet an den eigentlich guten und schnellen Twitteraccount @telekom_hilft blieb ohne Antwort. Deshalb bemühte ich gestern den telefonischen Support, bei dem ich allerdings auch wieder enttäuscht wurde. Es dauerte 3 Anrufe, 5 verschiedene Ansprechparter und eine geschlagene Stunde, bis ich zwar nicht schlauer wurde, aber meine Bestellung auf ein weißes iPhone 16 GB ändern konnte, welches angeblich in KW 40-41 lieferbar sein soll. Meine Erfahrungen mit Call Centern haben sich wieder bestätigt. Die eine Hand wusste nicht, was die andere gerade macht. Die Zuständigkeitsbereiche sind ganz klar abgesteckt, so konnte erst der 5 Ansprechpartner meinen online abgeschlossenen Vertrag einsehen und ich durfte jedes Mal aufs neue mein Anliegen schildern. Wo bleibt da der intelligente Kundenservice, wie man ihn von Apple gewohnt ist.

Siehe: Ich musste bei einer Reklamation im Apple Store nur einmal meine Bestellnummer eingeben und schon waren meine Daten hinterlegt und ich hatte einen direkten und kompetenten Ansprechpartner.

Von der Telekomhotline wurde mir zweimal gesagt, dass ich ja gar nicht wüsste was für ein Chaos herrscht und wie viele iPhones vorbestellt wurden. Außerdem habe ich von der Hotline erfahren, dass iPhones an Kunden ohne Premieren-Ticket schon gestern ausgeliefert wurden. Wo bleibt da die bevorzugte Behandlung?! Deshalb stellt sich mir die Frage nach dem Sinn solcher Maßnahmen. Einzig und allein dem Kundenfang der Telekom haben die Premieren-Tickets geholfen.

Eine Diskussion auf Facebook bringt es eigentlich auf den Punkt.

Güther Greff : Auf mein Bitte hier, dass sich doch ein fairer Mobilfunkanbieter melden solle, habe ich keine Antwort erhalten. So lange es keine ordentlichen und fairen Mobilfunkanbieter gibt, müssen wir eben den Einäugigen unter den Blinden finden. Also einäugige Mobilfunkanbieter bitte melden!

Die Telekom ist zur Zeit der Einäugige unter den Blinden und aus meiner Erfahrung der einzige Telko mit einem brauchbaren Netz (zumindest bei mir auf dem Land). Da kann muss man auch über den miserablen Kundenservice und nicht eingehaltene Versprechen hinwegschauen. Bei anderen Netzbetreibern sieht es nicht besser aus. Siehe auch Gunnar Sohns Blogpost über seinen Stress mit Eplus/Base.

Für mich steht fest, das nächste iPhone wird direkt über Apple gekauft. Ob über den Online-Store oder das mittlerweile berühmte Campen vor einem Apple Store weiß ich noch nicht. Die Telekom wird dann nur noch den Vertrag machen, denn die Telekom ist was das Netz angeht leider „Alternativlos“.😀

Der grandiose Bodo Wartke bringt es auf den Punkt.

Übrigens. Das feine am iPhone is‘ ja das es so einfach und schlicht ist.

Ne?…! Kurzum – Das iPhone ist alles, was die Telekom nicht ist.

 

Digitale Ignoranten und eine Frage an E-Plus (Base): Wieso nutzt man den Hangout nicht in der Servicekommunikation?

Ich sag mal

Mit den elektronischen Medien externer Speicherung und des künstlichen Gedächtnisses erleben wir eine kulturelle Revolution, die an Bedeutung der Erfindung des Buchdrucks und der Schrift gleichkommt, erläutert Jan Assmann, Professor für Ägyptologie, in seinem Buch „Das kulturelle Gedächtnis“.

Die Kommunikation im Netz ist jederzeit abrufbar und öffentlich. Vorgefertigte Blabla-Erklärungen und Satzbausteine, die den Kunden von Hotline-Mitarbeitern am Telefon oder per Mail untergejubelt werden, sind im im Social Web die Zutaten für ein Service-Harakiri.

Im Netz lauern die Guerilla-Kunden, die zu jeder Zeit ihre Stimme erheben und ein breites Publikum erreichen können, schreibt Spiegel Online-Kolumnist Tom König in seinem neuen Buch „Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus: Irrwitziges aus der Servicewelt“.

Setzen die Firmen ihr Hotline-Genöle im Internet fort, ist man heute als Guerilla-Kunde klar im Vorteil:

„Sie müssen sich klarmachen, dass Ihr Gegenpart Dutzende von Leuten beschäftigt, um seine Social Media-Kanäle zu bespielen. Genau wie bei der Hotline…

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E-Plus (Base) und die Koberer der Reeperbahn: Wie man Herrengedecke vertickt und Vertragsänderungen blockiert

Wo sind die Telkos mit gutem Kundenservice? Mit Base habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Die Telekom ist momentan restlos überfordert bei Neuverträgen zum iPhone 5 und auch O2 hat mich in der letzten Zeit geschätzte 100 Mal angerufen um mir einen neuen Vertrag anzubieten. Der eine Call Center Agent weiß nicht was der andere macht. Gunnar Sohn beschreibt es ganz schön in seinem Blogpost und vergleicht die Telkos mit den Koberern der Reeperbahn.

Ich sag mal

Am 11. September schrieb ich an den „Kundenservice“ von Base folgende E-Mail, die in ihrer Diktion eigentlich nicht missverstanden werden kann und einen höchst profanen Inhalt hat. Mein Sohn, der nun schon lange volljährig ist, möchte den Base-Vertrag für sein Smartphone, der bislang über mich läuft, übernehmen. Was für ein riesiges Kundenanliegen, liebwerteste Service-Gichtlinge des Mobilfunks. Diese Hängepartie läuft nun schon seit einigen Wochen. Deshalb schrieb ich dem Base-Kundenservice nun „noch“ eine freundliche Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einigen Wochen habe ich für die Rufnummer XXX die Vertragsübernahme auf Herrn Constantin Sohn beantragt. Alle erforderlichen Dokumente und Anträge sind Ihnen per Post zugegangen.

Ich bitte um zeitnahe Mitteilung, wann die Umstellung erfolgt.

Gruß
Gunnar Sohn

Immerhin gut einen Tag später antwortet Base und belegt eindrucksvoll, dass nicht nur die von mir so häufig gescholtenen Hotline-Agenten unter Alzheimer leiden – in diesem Fall wohl eher eine chronische Leseschwäche. Und…

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TechCrunch

We, like most of the Internet, are waiting for Apple’s annual iPhone launch event where we expect to meet the new LTE iPhone 5, a new dock connector, and, if the rumors are true, a few new iPods.

The scene you see above is a scrum of TV journalists and their trucks getting ready to cover the event live, on location, and as it happens, but we’ll do them one better: we’ll be live-blogging the event right here in a few hours.

Until then, sit back, relax, and wait in restless anticipation for what is usually the most interesting launch event of the year. You can check out all of our content at our Apple tag page, and keep your eyes here for some red hot liveblogging.

[tc_livefyre_liveblog_apple]

Full Coverage - 2012 Apple Event

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Warum uns Hirnforscher krankmachen – Über neuro-pseudo-wissenschaftliche Meinungsmanipulation

Ich sag mal

Im Neuro-Psycho-Zeitalter sind wir scheinbar umgeben von pathologischen Phänomenen.

Wer sich durch unbedachte Einkäufe verschuldet, leidet unter Kaufsucht. Wer nicht an Verhütung denkt, unterliegt der Sexsucht. Wer an Gesprächen nicht teilnimmt, krankt an sozialen Phobien. Ständige Grübeleien über Nichtigkeiten weisen auf Angststörungen hin. Und folgt man der monokausalen Analyse des Autors Manfred Spitzer produziert der übermäßige Konsum von digitalen Medien Heerscharen von Internetsüchtigen mit der Tendenz zur Hirnschrumpfung.

Vielleicht leiden die selbsternannten Neuro-Experten selbst unter einer speziellen Form von pathologischer Schnappatmung im Verbund mit einer interneuronal-molekularen Dysbalance.

Natürlich beeinflusst die Internet-Nutzung das Gehirn – genauso wie Fahrradfahren und alle anderen menschlichen Tätigkeiten und Erfahrungen auch. Selbst Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf, die vor den Gefahren des digitalen Lesens warnt, räumte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung ein, dass es bis jetzt kaum harte Fakten zu den Auswirkungen des Lesens an einem Bildschirm gibt. Dann sollten die Neuro-Fanatiker den Ball vielleicht etwas flacher…

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Plädoyer für eine Anti-Spitzer-Bewegung: Digitale Demenz ist ein Problem von alten Hirnforschern

Ich sag mal

Gestern konnte ich eine private Premiere feiern🙂. Ich sah zum ersten Mal in voller Länge die Talkshow von Günther Jauch im Ersten. Es sind wohl die Spätfolgen des Christiansen-Syndroms, die sich in meinem Kopf festgesetzt haben, dass ich mir fast nie irgendeine Talksendung anschaue, die uns täglich angeboten wird.

Der Grund für die Ausnahme ist schnell erklärt. Wegen meiner kleinen Polemik zur digitalen Demenz des Hirnforschers Manfred Spitzer rief die Jauch-Redaktion Anfang vergangener Woche an und fragte, ob ich nicht Interesse hätte, an der Runde teilzunehmen. Da das bei mir am Wochenende nicht ging, wollte ich zumindest erfahren, was die „prominenten“ Kontrahenten von Spitzer an Argumenten vortragen. Eigentlich hat man in dem TV-Format keine großen Möglichkeiten, so ein komplexes Thema wirklich sachgerecht zu behandeln. Das war auch gestern so. Zu einem ähnlichen Befund kommt Spiegel Online-Redakteur Ole Reißmann:

„Mal abgesehen vom immerhin noch lustigen Umstand, dass ausgerechnet…

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